Diese Anleitung zur Selbstbehandlung ist nicht nur in Kombination mit der Dynamischen Kompressionstherapie hilfreich und nützlich, sondern auch zur Verbesserung des Lymphabflusses sehr zu empfehlen. Sie richtet sich weniger an Frauen mit einem reinen Lipödem[1] als vielmehr an Frauen mit Lipo-Lymphödem und Patienten mit chronischen Lymphödemen. Diese sind Hier stellen wir Ihnen drei einfache Maßnahmen zur Verbesserung Ihres Lymphabflusses vor:
Diese sind nicht nur in Kombination mit der Dynamischen Kompressionstherapie hilfreich und nützlich, sondern auch als Selbstbehandlung sehr zu empfehlen.
Legen Sie sich bequem auf den Rücken und entspannen Sie sich.
Legen Sie Ihre Finger möglichst flach an die Schlüsselbeine und verschieben Sie die Haut kreisförmig. Die Kreise sollen so groß sein, wie die Verschiebbarkeit der Haut es zulässt. Eine Kreisbewegung soll etwa eine Sekunde dauern (zählen Sie „einundzwanzig“).
Wiederholen Sie die Übung fünfmal.
Wichtig: Drücken Sie nicht und streichen Sie nicht über die Haut.

Machen dann Sie dasselbe seitlich am Hals unterhalb der Ohrläppchen.
Wiederholen Sie die Übung fünfmal.
Wichtig: Drücken Sie nicht und streichen Sie nicht über die Haut.

Danach verschieben Sie mit der flachen Hand die Bauchhaut seitlich des Nabels kreisförmig so weit wie möglich. Ebenfalls im Sekundentakt und insgesamt fünfmal.
Machen Sie das anschließend mit der anderen Hand auf der anderen Seite des Nabels.

Behandeln Sie zum Abschluss die Lymphknoten in der Leiste mit beiden Händen in gleicher Weise (5 x 1 Sekunde).

Unterstützend können Sie beide Beine massieren.

Diese sollten Sie unmittelbar vor und nach dem Freimachen der zentralen Abflusswege machen, können aber auch beim Bettgehen, tagsüber und nach dem Aufwachen ganz einfach und doch nutzbringend durchgeführt werden.
Wichtig: Strengen Sie sich dabei nicht an. Atmen Sie nicht zu schnell und zu tief (Hyperventilation), sonst könnte Ihnen schwindlig werden.
Bitte tragen Sie dabei Ihre Kompressions-Versorgung!
Wichtig: Immer auf sicheren Stand achten, Hinfallen vermeiden! Überanstrengen Sie sich nicht. Lassen Sie Ihre Fantasie walten und kombinieren Sie die Übungen etwa mit einem Ball oder Gummiband. Wenn Sie wandern, am besten mit Walkingstöcken. Aber immer mit Ihrer Kompressions-Versorgung!
[1] Von einem „reinen Lipödem“ sprechen wir, solange keine Lymphabflussstörung vorliegt. In diesem Zustand kann das Lymphgefäßsystem die lymphpflichtige Last von sich aus vollständig abtransportieren. Darum ist hier die Manuelle Lymphdrainage (MLD) zur Verbesserung des Lymphtransports nicht angezeigt. Gesellt sich zum Lipödem eine Lymphabflussstörung hinzu, sprechen wir von einem Lipo-Lymphödem.
Zurück zur Textstelle